Die Mondfinsternis am 28. August 2026 ist eine tiefe partielle Finsternis: Beim Maximum liegen rund 93 Prozent des Monddurchmessers im Kernschatten der Erde.
Das globale Maximum wird gegen 04:14 UTC erreicht, also etwa 06:14 Uhr MESZ. In Deutschland steht der Mond dann sehr tief und geht vielerorts bereits unter. Ein freier Westhorizont, die genaue Ortszeit und das Wetter sind deshalb wichtiger als eine einzelne bundesweite Uhrzeit.
Mondfinsternis am 28. August 2026: die wichtigsten Daten
- Maximum gegen 04:14 UTC beziehungsweise 06:14 Uhr MESZ.
- Partielle Phase ungefähr von 02:35 bis 05:53 UTC.
- In Deutschland ist vor allem ein niedriger, freier Westhorizont wichtig.
- Eine Mondfinsternis kann ohne Sonnenfinsternisbrille beobachtet werden.
Warum ist die partielle Mondfinsternis so auffällig?
Bei einer Mondfinsternis steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Der Mond wandert durch den Erdschatten. Am 28. August wird er den Kernschatten nicht vollständig durchqueren, aber laut NASA erreicht die umbrale Magnitude ungefähr 0,93. Dadurch bleibt beim Maximum nur ein relativ schmaler Teil außerhalb des dunklen Kernschattens.
Der verdunkelte Bereich kann grau, rostrot oder kupferfarben erscheinen. Die Farbe hängt von der Erdatmosphäre ab und lässt sich nicht exakt vorhersagen. Die helle Sichel am Rand erzeugt einen deutlichen Kontrast.
Welche Uhrzeit gilt in Deutschland?
Das größte Finsternisstadium ist für 04:14 UTC berechnet. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit entspricht das 06:14 Uhr. Die partielle Phase beginnt ungefähr gegen 04:35 Uhr MESZ. Wie lange sie vom eigenen Standort aus sichtbar bleibt, hängt vom Monduntergang und von der Höhe über dem Horizont ab.
Im Westen Deutschlands kann das Zeitfenster etwas günstiger sein als im Osten. Prüfen Sie für Ihren Ort Monduntergang, Dämmerung und Blickrichtung. Eine bundesweite Wetter- oder Astronomieangabe ersetzt diese lokale Berechnung nicht.
Den richtigen Beobachtungsplatz wählen
Suchen Sie einen legal zugänglichen Platz mit freiem Blick nach Westen bis Südwesten. Eine Anhöhe kann helfen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Wichtiger sind Sicherheit, ein unverbauter Horizont und die Möglichkeit, den Ort in der Dunkelheit gefahrlos zu verlassen.
Lichtverschmutzung ist weniger kritisch als bei Sternschnuppen, weil der Mond hell bleibt. Tiefe Wolken, Dunst oder Häuser können die Finsternis jedoch vollständig verdecken. Prüfen Sie kurzfristig Wolkenprognose und Satellitenbilder.
Braucht man eine Schutzbrille?
Nein. Eine Mondfinsternis ist für die Augen ungefährlich, weil nur vom Mond reflektiertes Sonnenlicht betrachtet wird. Eine Sonnenfinsternisbrille ist nicht notwendig und würde den Mond stark abdunkeln. Fernglas oder Teleskop können ohne Sonnenfilter auf den Mond gerichtet werden.
Diese Aussage gilt nicht für die Sonne. Optische Geräte dürfen niemals ohne geeigneten Filter vor der Öffnung auf die Sonne zeigen. Improvisierte Folien, CDs oder dunkle Gläser bieten keinen sicheren Schutz.
Fotografieren mit Smartphone und Kamera
Stabilisieren Sie das Smartphone, schalten Sie den Blitz aus und reduzieren Sie nach dem Antippen des Mondes die Belichtung. Starker Digitalzoom verschlechtert meist die Bildqualität. Mit einer Kamera helfen Teleobjektiv, Stativ und Selbstauslöser. Mehrere Belichtungen erfassen sowohl den hellen Rand als auch die dunkle Oberfläche.
Planen Sie eine Landschaft im Vordergrund nur an einem sicheren Standort. Eine App kann die Richtung vorhersagen, doch Gebäude, Gelände und tatsächliche Wetterbedingungen müssen vor Ort geprüft werden.
Was tun bei Wolken?
Die Finsternis findet unabhängig vom Wetter statt. Bei bedecktem Himmel bieten NASA, Sternwarten oder Universitäten möglicherweise seriöse Übertragungen an. Installieren Sie für einen Stream keine unbekannte Erweiterung und geben Sie keine Zahlungsdaten auf einer plötzlich auftauchenden Seite ein.
Prüfen Sie bei geteilten Bildern Datum, Ort und Urheber. Fotos einer totalen Mondfinsternis können fälschlich als aktuelle Aufnahme verbreitet werden. Die Finsternis vom 28. August ist partiell.
Häufige Fragen
Ist die Mondfinsternis total?
Nein. Sie ist partiell, erreicht mit rund 93 Prozent im Kernschatten aber eine sehr große Bedeckung.
Kann man sie mit bloßem Auge sehen?
Ja. Für eine Mondfinsternis ist keine spezielle Schutzbrille erforderlich.
Ist sie überall in Deutschland sichtbar?
Die Geometrie ist grundsätzlich günstig, aber Monduntergang, Morgendämmerung, Gelände und Wolken begrenzen die tatsächliche Sichtbarkeit.
Offizielle Quellen
Stand: 21. August 2026. Prüfen Sie am Beobachtungstag die lokalen Zeiten und die Wetterlage.
Noch ein Termin am 27. August: Wann beginnt die offizielle GTA-6-Präsentation?